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Der Mond kocht

Mühlenfest: Vom Korn zum Schrot
(Heimatverein Schollene, 20.05.2013)

Schollene Ohne Strom und Verbrennungsmotoren Korn zu mahlen – das ist heutzutage undenkbar. Aber genau so, nur mit Muskelkraft der Tiere und Menschen, mussten die Bauern vor gut 100 Jahren arbeiten. Da das vor allem für Kinder nur schwer vorstellbar ist, führte der Schollener Heimatverein anlässlich des Mühlentages seine Technik vor. Neben der Mühle stand dabei der vor zweieinhalb Jahren geborgene und anschließend restaurierte Göpel im Mittelpunkt. Das um 1900 in Rathenow erbaute Stück, das seit der Restauration sein neues Zuhause am Fuße der Schollener Mühle hat, demonstrierte den Zuschauern detailliert die Verarbeitung von Getreide.

Angetrieben von einem großen Pferd des Reiterhofes Lemme aus Wulkau, wurde der Göpel kurz nach 14 Uhr in Bewegung gesetzt. Über eine lange Welle wurde die so geschaffene Kraft mittels zweier Riemenscheiben und eines Transmissionsriemens auf einen alten Dreschkasten übertragen. In diesen schüttete Peter Albuschat das Korn hinein, das dann über die innenliegenden Steine gemahlen wurde. Etliche Minuten dauert es, bis aus einem Eimer Korn Schrot geworden ist.
Nach der Vorführung des Göpel unterhielten die „Showlener“ die Besucher mit ihrem abwechslungsreichen Musikprogramm. Gesungen wurden internationale Titel, aber auch etliche deutsche Stücke die – wie es für die Band typisch ist – auf Schollene und den Anlass umgedichtet worden sind. Angetan genossen die Besucher bei Kaffee und Kuchen das Programm. Zum Schluss gab es noch eine Zugabe, bei der einige Besucher sogar das Tanzbein schwangen. Zu den „Showlenern“ gehören Beatrice und Götz von Kirn, Sebastian Engel, Steffen Sprange, Marika Schulze, Manuela Günter, Mandy Hodum, Doreen Altmann, Daniela Möschl, Steffen Ruschka und Christoph Wolf.
Die Türen der Mühle waren natürlich an diesem deutschlandweiten Mühlentag auch geöffnet. Einige Kinder spielten „Mühle“.
Für die kulinarische Versorgung sorgte der Heimatverein, der ein reichliches Angebot an Kuchen, Getränken und auch Gegrilltem bereitstellte.
Melanie Bartsch, Stephanie Berg und Maria Köpke schminkten Kinder, die sich für ihr Gesicht ein passendes Motiv aussuchten. Klubbetreuer Klaus-Dieter Schmidt war mit einem Trampolin des Jugendzentrum Havelberg vor Ort. An dessen Stand konnten die Kleinen ihrer Kreativität beim Basteln und Malen freien Lauf lassen. Ebenfalls wurde das Selbermachen von Buttons angeboten. Der Vorsitzende des Vereins, Fred Bebenroth, freute sich über die positive Resonanz. „Das Wetter hat sich zum Glück recht gut gehalten“, war er erleichtert, dass es nachmittags trocken geblieben ist. Ein großes Dankeschön richtet der Heimatverein an alle Kuchenbäckerinnen, an die Helfer und auch an den Jugendklub Schollene sowie an das Jugendzentrum Havelberg für die Hilfe. Bereits im Laufe des Vormittags, als die Helfer noch mit dem Aufbau beschäftigt waren, kamen etliche Radtouristen, die die Mühle besichtigen und einen Blick über den Schollener See werfen wollten. Gern gewährte man ihnen Zutritt. Das nächste große Fest ist im Juli geplant. Hier will der Heimatverein erstmals einen Pelosetag ausrichten. Dabei dreht sich alles um den Heilschlamm und den Schollener See, aus dem die Pelose gefördert wird. Neben der Möglichkeit, den Betrieb zu besichtigen, wird auch die Anwendung des Schlamms vorgeführt. Mit dem genauen Programm wird sich der Heimatverein in den nächsten Wochen beschäftigen.

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