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Der Mond kocht

120 Jahre FFW Schollene
(Feuerwehrverein "Wasser Marsch", 28.04.2012)

Am 24.April wurde die Schollene Feuerwehr genau 120 Jahre als. Mit einem Gottesdienst am Samstag würdigte Pfarrer Ralf Euker alle Kameraden. Anschließend fand eine kleine Feier für die Kameraden in der Brauerei statt. Die große Festfeier folgt im Juni.

Grund zum Feiern und zum Dankbarsein habe man heute, eröffnete Pfarrer Ralf Euker den Feuerwehr-Gottesdienst am Sonnabend in der Kirche. Etliche Kameraden hatten sich hier versammelt, um sich den Segen auch für die kommende Zeit erteilen zu lassen. Als Gratulanten waren auch Verbandsbürgermeister Bernd Witt und Ordnungsamtsleiterin Kathrin Kleinod gekommen. Ein großes Geschenk hatten sie noch nicht dabei. Aber die Chancen stehen gut, dass es im Jubiläumsjahr noch ein Präsent gibt. Denn die Schollener brauchen neue Löschtechnik. Die Pumpe auf dem 30 Jahre alten Tanker ist kaputt, außerdem fehlt ein Mannschaftstransportwagen. "Wir haben im Haushalt 10000 Euro eingestellt. Wir sind auf der Suche nach einem gebrauchten Tanker, der über eine gute Pumpe verfügt. Dann können wir aus zwei alten Autos eins machen. Wenn das nichts wird, dann kaufen wir eine neue Pumpe. Und der Transportwagen steht für 2013/14 auf dem Plan", blickt Kathrin Kleinod voraus. Ansonsten ist der neue Wehrleiter Jens Schulze mit der technischen Ausstattung der Wehr, die 38 aktive Kameraden und auch eine Jugendwehr mit 12 Mädchen und Jungen hat, recht zufrieden. Beim anschließenden Beisammensein in der Brauerei dankte Jens Schulze allen Mitgliedern, die ihre Freizeit opfern, um anderen zu helfen. Längst seien es nicht mehr nur Brände, bei denen die Hilfe benötigt wird. Bei Unfällen wird erste Hilfe geleistet, Sturmschäden sind zu beseitigen, und auch um kulturelle Angebote, die das Dorfleben bereichern, kümmert sich der Verein "Wasser marsch!" Mut, Respekt vor der Gefahr, sicherer Umgang mit der Technik und stete Einsatzbereitschaft sind gefragt - keine Selbstverständlichkeit in der heutigen Zeit! Für die Unterstützung dankte die Wehrleitung der Gemeinde und der Verbandsgemeinde, "man hat immer ein offenes Ohr für uns". Er freut sich, dass aus einer aktiven Jugendwehr immer wieder Nachschub für die aktive Gruppe hervorgeht, hin und wieder gebe es auch Spontaneintritte von Erwachsenen. Jederzeit sei man offen für neue Mitglieder. Beim Blick in die Chronik der Wehr, die anlässlich des Jubiläums überarbeitet worden ist, erfährt man zunächst vom großen Brand in Schollene am 13. Juni 1844. Am 24. April 1892 wurde dann die Feuerwehr gegründet, Ende Juli kamen die ersten Ausrüstungsgegenstände. Es gab 43 aktive Mitglieder, und es gibt eine neue Handdruckspritze. 1899 brennen bei einem Großfeuer in Nierow fünf Häuser, sechs Ställe und eine Scheune ab. 1903 bezieht die Wehr ihr neues Spritzhaus am Kewertweg. 1934 wird der erste Schlauchturm errichtet. 1938 brennen zwischen Ferchels und Klietz 800 Hektar Wald. 1940 sterben beim Brand in der chemischen Fabrik drei Menschen. 1956 wird das Spritzhaus vergrößert und das erste Fahrzeug, ein Garant Phänomen K30, angeschafft. Die Feuerwehrblaskapelle wird 1959 gegründet. 1966 folgt der Aufbau eines massiven Schlauchturmes am Gerätehaus. Der 1976 angeschaffte LO 2000 war bis 1997 in Betrieb. Für das Jahr 1987 weist die Chronik den Aufbau eines Gemeinschaftsraumes und Sanitätstraktes auf, ein Jahr später wird die Kapelle aufgelöst. Wehrleiter seit dem Ende des Zweiten Weltrieges sind Walter Meier, Paul Repp, Erwin Feier, ab 1972 Rudolf Benisch, ab 1992 Karl-Heinz Repp, ab 2006 Jörg Riese und nun Jens Schulze. Gefeiert wird die 120. Geburtstag beim Sommerfest am 23. Juni.

(von Anke Schleusner-Reinfeld, Volksstimme HV, Ausgabe 2.5.2012)

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