Schollene an der Havel
Willkommen in Schollene
  HOME  |  KONTAKT |  IMPRESSUM  
Anzeige

Der Mond kocht

Pelose aus dem Schollener See
Im Verlauf von etwa 10.000 Jahren hat sich auf dem Grund des Schollener Sees eine mächtige bis über 16 m dicke Heilschlammschicht abgelagert. Dieser Schlamm ist aus abgestorbenen Grün- und Kieselalgen entstanden. Um etwa 1920 begann der ortsansässige Arzt Dr. Michaelis die Pelose mit ihrer heilenden Wirkung in seiner Praxis anzuwenden.
Seit dieser Zeit auch ist Schollene durch den Beginn des Abbaus der Pelose mit diesem Namen verbunden. Wenn auch die Förderung heutzutage nicht mehr mit allzuschwerer körperlicher Arbeit verbunden ist, hat sich doch am Abbauprinzip nichts verändert. Frühmorgens fahren die Männer der Pelose GmbH mit dem Motorboot zur Förderanlage auf den See hinaus. Aus einer Tiefe von 6 bis 9 Metern wird die Pelose gefördert und in die Behälter der Lastkähne verteilt.

Bevor die noch heute in Betrieb befindliche Förderanlage konstruiert und gebaut wurde, war ein einfaches Förderfloß im Einsatz und die Pelose wurde Handkähnen zur Weiterverarbeitung befördert. In sehr kalten Wintern ging das auch schon mal per Schubkarre direkt über's Eis.Förderfloss
Über das EisMit dem Kahn an Land


Durch den Schering-Konzern wurde 1933 die Pelose das erste mal auf die medizinische Wirkung hin untersucht. Die Wissenschaftler erkannten den Wert des Schlamms, nicht aber die Regierung oder private Geldgeber, so daß es nicht zum geplanten Bau eines Sanatoriums in Schollene kam. Die Nachfrage war schon in den Anfangsjahren der Peloseförderung sehr groß. Abnehmer sind unter anderem Sanatorien, Krankenhäuser und Kurkliniken.
Anwendung findet der Heilschlamm als Packung insbesondere in der Dermatologie, Gynäkologie, bei rheumatischen Erkrankungen sowie in der Kosmetik und bei Sportverletzungen. Die Pelosevorkommen des Schollener Sees reichen bei gleichbleibender Fördermenge von ca. 1.500 t pro Jahr noch einige Jahrzehnte.

Weitere Informationen finden Sie unter www.pelose.de

Das Foto zeigt die derzeitige Förderanlage auf dem See.

Pelose-Förderanlage
 

 © 2008 -2015 Christian Koch - Büro f. Medien  | Letzte Aktualisierung am 04.06.2008 | CMS Orpheus |  Heute ist der 23.09.2017  | 103017 Besucher